In seinem Buch „The (Mis)Behavior of Markets“ stellt Mandelbrot 10 provokante Thesen („Ten Heresies of Finance“) zu den Finanzmärkten auf:

  1. Märkte sind turbulent.
  2. Märkte sind sehr, sehr riskant – riskanter als die Standard-Theorie unterstellt.
  3. Markt-„Timing“ hat großen Einfluss – große Gewinne und Verluste konzentrieren sich in kleinen Zeitintervallen.
  4. Preise springen oftmals, sie gleiten nicht. Das stellt ein zusätzliches Risiko dar.
  5. Zeit ist flexibel in Märkten.
  6. Märkte an allen Orten und in jedem Zeitalter sind gleich.
  7. Märkte sind inhärent unsicher – Spekulationsblasen sind unausweichlich.
  8. Märkte sind irreführend.
  9. Preise vorherzusagen ist vielleicht riskant, aber man kann die Chancen der zukünftigen Volatilität schätzen.
  10. An Finanzmärkten hat das Konzept des „Wertes“ nur geringen Wert.

Wir orientieren uns an diesen Thesen und tragen durch quantitative Methoden zum besseren Verständnis der Finanzmärkte bei. Zielsetzung ist es, regelbasierte Management-Systeme zu entwickeln sowie ein besseres Management der Markt-Risiken umzusetzen. Hierbei gehen wir davon aus, dass die klassische Kapitalmarkttheorie zu stark vereinfacht. In diesem Zusammenhang konzentrieren wir uns auf die sogenannten Anomalien (wie z.B. den Momentum-Effekt)die dieser Theorie widersprechen.

Literatur

  • Mandelbrot, Benoit B. and Hudson, Richard L., The (Mis)Behavior of Markets – A Fractal View of Risk, Ruin, and Reward, 2004, Basic Books, ISBN 0-465-04255-0,