Das Wichtigste zu Momentum

  • Momentum-Strategien messen den Rendite-Anstieg der Kurshistorie von Aktien und investieren durch einen Sortierungsprozess (z.B. monatlich) in die so bemessenen „stärksten“ Aktien.
  • Solche systematischen Investment-Prozesse werden als Faktor-Investments bezeichnet und sind weder aktive noch passive Investments.
  • Der Momentum-Effekt ist einer der stärksten Rendite-Prozesse und ist für über 40 Märkte weltweit und verschiedenen Asset-Klassen bis in das Jahr 1801 nachgewiesen.
  • Momentum bei Aktien ist hierbei ein fundamentaler Faktor und wird zum Beispiel (aber nicht ausschließlich) durch Gewinnrevisionen bei Quartalszahlen erzeugt.
  • Momentum-Strategien nutzen generell eine sukzessive Verbesserung der Unternehmenssituation aus, die oftmals von Investoren nicht antizipiert werden kann.
  • Momentum aber auch „Low Volatility“ (strukturierte Investition in wenig schwankende Aktien) bedingen „trending“ von Aktienpreisen (Abhängigkeit der Renditen von der Vergangenheit).
  • Im strengen Modellrahmen der „Theorie der Effizienten Märkte“ existiert dieses „trending“ nicht. Benoît Mandelbrot’s Erweiterungen der klassischen Finanzmarktmodelle aus 1968 (gebrochen Brownsche Bewegungen) lassen diesen Effekt zu.
  • Wie andere Faktor-Strategien auch, können Momentum-Strategien auch längere Phasen von Unterperformance (im Vergleich zum Markt) haben.
  • Momentum und „Value“-Strategien sind stark mit -40% bis zu -70% anti-korreliert und ergeben ein erhebliches Diversifikationspotenzial.

Literatur