Von Anomalien, die nie welche waren und Risiken, die schon immer extremer waren.
Sie interessieren sich für Anlagemöglichkeiten am Finanzmarkt? Sie haben eventuell davon gehört, dass niemand den Markt wirklich schlagen kann und man am besten breit diversifiziert, um etwaige Risiken zu minimieren? Sie bevorzugen ETFs, weil diese beides – und das kostengünstig – liefern? Sie denken, dass ETFs rein passiv sind?
Herzlich willkommen in der Welt der klassischen Finanzmathematik – herzlich willkommen in der Theorie der effizienten Märkte.
Eigentlich sollte alles gut sein und Sie können hoffentlich gut schlafen. Falls Sie aber schon einmal davon gehört haben, dass Märkte wesentlich (und eigentlich unendlich) riskanter sind, als typischerweise angenommen und Sie auch schon einmal von Anomalien gehört haben, die keiner wirklich erklären kann, dann sollten Sie eventuell den klassischen Pfad verlassen und sich mit fraktalen Märkten beschäftigen.

Fraktale Märkte
Fraktale Märkte sind ursprünglich im letzten Jahrhundert von dem Ausnahmetalent Benoît Mandelbrot postuliert worden und setzen in der Finanzmathematik eine Reise fort, die in der Beschreibung der Natur durch Chaos und Fraktale ihren Anfang nahm.
Und obwohl die Vertreter der Theorie der effizienten Märkte von diesen Arbeiten sicher wissen und wussten, haben sie diesen Pfad immer ignoriert – Phänomene, die dadurch entstehen, wurden als Anomalien deklariert, also Effekte, die in der klassischen Lehre nicht vorkommen sollten.
Eine der brutalsten Anomalien in diesem Zusammenhang ist Momentum, Aktien, die historisch Gewinne erzielt haben, haben auch zukünftig gute Chancen den Markt zu schlagen.
Warum das so ist, ist eine Reise Wert. In unserem Buch Fraktale Märkte (derzeit in Entwicklung) schlagen wir den Bogen von Benoît Mandelbrots’s Arbeiten hin zu modernen Ansätzen aus der Signaltheorie. Es wird anschaulich besprochen, warum Mandelbrot mit bestimmten Annahmen recht hatte, sich aber doch auch in den wirklichen Konsequenzen geirrt hat. Es wird zudem dargelegt, warum die klassische Finanzmarkt-Theorie an mehreren Stellen in die Irre führt und wie man sich als Anleger auch psychologisch dieser Herausforderung stellen sollte.